Oktoberfestbier aus München

5. August 2011 | Von | Kategorie: Brauereien, Spezialitäten

Am besten schmeckt das Oktoberfestbier im September und Oktober im Biergarten oder im Festzelt auf der Theresienswiese, wobei Augustiner nach wie vor die Maßstäbe setzt. Die ersten Flaschen Oktoberfestbier werden schon im Juli in den Münchner Getränkemärkten verkauft.

Oktoberfestbier wird nur von den sechs zugelassenen Münchner Brauereien speziell für das Oktoberfest gebraut, aber auch in Flaschen weltweit exportiert. Das Oktoberfestbier ist mit einem Alkoholgehalt von ca. 6% etwas stärker ist als das übliche Helle und aufgrund des erhöhten Stammwürzegehalts von mindestens 13,5% auch etwas malzbetonter und sehr süffig. Oktoberfestbier passt daher hervorragend zum Hendl, Schweinsbraten oder zur Schweinshaxn. Oktoberfestbier wird getreu dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 ausschließlich mit Wasser, Hopfen und Malz gebraut, natürlich nicht zu vergessen die Hefe, die man 1487 aber noch nicht kannte. Die Bezeichnung Oktoberfestbier ist markenrechtlich geschützt und darf ausschließlich von den gerade genannten Münchner Brauereien genutzt werden, die sich unter dem Verein Münchner Brauereien e.V. organisiert haben. Zuletzt wurde die Marke Oktoberfestbier im Rahmen der Berichterstattung über das Mainzer Oktoberfest und im Rechtsstreit um die Bezeichnung “Oktobierfest” erfolgreich verteidigt.

Oktoberfestbier der 6 Münchner Brauereien

Oktoberfestbier der 6 Münchner Brauereien

Auf Basis der Betriebsvorschriften zum Oktoberfest darf nur solches Bier ausgeschenkt werden, das in einer der folgenden sechs Münchner Brauereien gebraut wurde:

  • Augustiner Bräu Oktoberfest Bier (6,0 % vol.),
  • Hacker-Pschorr Oktoberfest Märzen (5,8 % vol.),
  • Hofbräu Oktoberfestbier (6,3 % vol.),
  • Löwenbräu Oktoberfestbier (6,1 % vol.),
  • Paulaner Oktoberfest Bier (6,0 % vol.) und
  • Spaten Oktoberfestbier (5,9 % vol.).

Die Unterschiede beim Alkoholgehalt, Stammwürzegehalt und Geschmack der Wiesnbiere aus den einzelnen Münchner Brauereien sind deutlich zu spüren und zu schmecken. Den höchsten Alkoholgehalt hat das Oktoberfestbier von Hofbräu mit 6,3%, während das Oktoberfest Märzen von Hacker-Pschorr mit 5,8% den niedrigsten Alkoholgehalt aufweist. Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, aber das Bier von Augustiner dürfte nach Meinung der überwiegenden Mehrheit am besten schmecken. Das liegt vor allem daran, daß Augustiner als einzige Brauerei noch direkt aus hölzernen 200-Liter Fässern ausschenkt. Das Fasslager befindet sich seit 2010 wieder im berühmten Augustiner-Turm, der auch auf dem Etikett der Flaschen schön zu erkennen ist. Die anderen Brauereien beliefern ihre Festzelte schon lange mit Stahltanks, wobei Paulaner und Hacker-Pschorr dazu übergehen, das Bier in ihren Festzelten zentral zu lagern und über eine Ringleitung an die einzelnen Zapfstellen zu transportieren. Diese zentrale Bierversorgung mit Ringleitung führte Paulaner erstmals 2010 im Winzerer Fähndl ein.

Beim Oktoberfestbier in der Flasche ist der Qualitätsunterschied zwischen Augustiner und den anderen Münchner Brauereien nicht mehr so deutlich wie in den Festzelten auf der Theresienwiese. Nichtsdestotrotz zählt auch das Augustiner Oktoberfestbier aus der Flasche zur Spitze, wobei man die Vertreter von Paulaner und Hacker-Pschorr ohne weiteres auf die gleiche Stufe stellen kann. Die Flasche von Hacker-Pschorr enthält als einzige sogar einen Bügelverschluss. Die beiden Vertreter des Brauereikonzerns AB Inbev – Spaten und Löwenbräu – lösen dagegen auch in der Flasche keine Begeisterung aus. Alle Oktoberfestbiere können während der Wiesn auch über den Biershop bestellt werden.



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