Augustiner Bräu München

München ist die Heimat der Augustiner Brauerei, der letzten großen Brauerei in München in privater Hand, deren Biere sich in München nach wie vor größter Beliebtheit erfreuen.

Augustiner Bräu München

Augustiner Bräu München

Augustiner Bräu ist die älteste und mit Abstand beliebteste Brauerei in München , hervorgegangen aus der ehemaligen Klosterbrauerei des Augustiner Ordens in München. Die Geschichte der Augustiner Brauerei in München beginnt offiziell im Jahre 1328, als die Mönche des Augustiner-Ordens das Brau- und Schankrecht für ihr Kloster auf dem Haberfeld an der heutigen Neuhauser Strasse erhielten. Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde jedoch das Augustinerkloster im Jahre 1803 aufgelöst und die Brauerei privatisiert. Die Augustiner Mönche mussten München im Oktober 1803 verlassen und die Brauerei wurde übergangweise zur Pacht ausgeschrieben.

In 1829 gelangt die ehemalige Klosterbrauerei schließlich in die Hände von Anton Wagner und nach dessen Tod 1857 in den Besitz dessen Witwe Therese Wagner. Deren gemeinsamer Sohn Johann Wagner vollzieht im Jahre 1884 den bereits begonnen Umzug der Brauerei in Richtung Landsberger Strasse und lässt das Bräuhaus an der Neuhauser Strasse zu den heutigen Augustiner Großgaststätten umbauen. Bis heute prägen die Initialen des Johann Wagner “J.W.” das Logo der Augustiner Brauerei. Dessen Sohn Richard Wagner führt die Brauerei durch die beiden Weltkriege und baut sie zusammen mit seinem gleichnamigen Sohn Richard nach dem 2. Weltkrieg wieder auf.

Augustiner Bräu

Augustiner Bräu

Heute ist das Augustiner Bräu nicht nur die älteste Brauerei in München, sondern zugleich auch die letzte der Münchner Brauereien, die sich noch komplett in privater Hand befindet. Das Unternehmen fimiert heute unter Augustiner-Bräu Wagner KG, wobei 51% der KG-Anteile gemäß testamentarischer Verfügung von Edith Haberland-Wagner an die gemeinnützige Edith-Haberland-Wagner-Stiftung vererbt wurden. Die anderen 49% des Unternehmens in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft wurden aufgeteilt auf mehrere Privatpersonen, darunter auch der Münchner Unternehmer Dr. Jannik Inselkammer, der wiederrum verwandt ist mit den Eigentümern der Privatbrauerei Aying. Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung engagiert sich vor allem bei der Förderung von kulturellem und sozialen Projekten in München. Bestes Beispiel ist das Bier- und Oktoberfestmuseum in der Sternecker Strasse, das sich in einem der ältesten Gebäude Münchens befindet, das mit Mitteln der Stiftung aufwändig restauriert wurde. Ferner ist es dem Einfluss der Stiftung zu verdanken, dass die Brauerei nach wie vor konsequent auf Werbung im öffentlichen Raum (Fernsehen, Plakate, Litfaßsäulen) verzichtet.

Das Augustiner Sortiment enhält insgesamt 8 verschiedene Biere, die jedoch teilweise nur saisonal und größtenteils nur im Großraum München vertrieben werden.

  • Augustiner Lagerbier Hell (5,2% vol.)
  • Augustiner Edelstoff (5,6% vol.),
  • Augustiner Weißbier (5,4% vol.),
  • Augustiner Dunkel (5,6% vol.),
  • Augustiner Pils (5,6% vol.),
  • Augustiner Heller Bock (ca. 7% vol.),
  • Augustiner Maximator (7,5% vol.),
  • Augustiner Oktoberfestbier (6,0% vol.).


Augustiner Festzelt auf dem Oktoberfest

Augustiner Festzelt auf dem Oktoberfest

Das meistverkaufte Bier ist das Augustiner Lagerbier Hell, das in München wegen seines grünen Etiketts auch „Grüner August“, „Grüner Mönch“ oder einfach „Gustl“ genannt wird. Ebenso beliebt und populär ist das Augustiner Edelstoff. Das Augustiner Oktoberfestbier wird im März speziell für das Oktoberfest in München gebraut und in den beiden Augustiner Festzelten auf der Wiesn aus dem Holzfass ausgeschenkt. Augustiner ist die einzige Brauerei, die ihr Oktoberfestbier noch ganz traditionell aus 200-Liter-Holzfässern, den sog. Hirschen, ausgeschenkt. In allen anderen Festzelten der Münchner Brauereien wird das Oktoberfestbier aus Stahltanks gezapft. Der Maximator ist ein in München sehr beliebtes Starkbier, das nur während der Starkbierzeit in München bis Ostern ausgeschenkt oder in Flaschen verkauft wird. Leichte Biersorten oder Alkoholfreies sind nicht im Sortiment.

 
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